SPD-Ratsfraktion Mönchengladbach


Barrierefreiheit in der Kaiser-Friedrich-Halle: Es sind dauerhafte Lösungen zu erarbeiten

26.9.2018 :: „Zurzeit finden Arbeiten an der Ent- und Belüftung der Kaiser-Friedrich-Halle sowie in der Küche statt. Das hat erst einmal nichts mit den öffentlich zugänglichen Bereichen zu tun. Daher sollten diese Arbeiten auch schnell fortgeführt werden, damit die Halle nicht ewig geschlossen bleiben muss. Seitdem allerdings klar ist, dass die Halle saniert werden soll, haben wir uns auch mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt. Die Vorschläge des Gebäudemanagements, die jetzt schnell umsetzbar sind, sollen aber schon in Angriff genommen werden. Ein Plattformlift im Eingangsbereich, eine verständlichere Beschilderung und Markierung sowie Arbeiten im Außengelände sind auf jeden Fall sinnvoll“, erklärt die planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Annette Bonin.

Thomas Fegers, planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Anfang des 20. Jahrhunderts hat man sich über Barrierefreiheit noch keine Gedanken gemacht. Daher ist es immer eine Herausforderung, alte Gebäude auf Stand zu bringen und für alle Menschen zugänglich zu gestalten. Das darf uns aber heute nicht davon abhalten, machbare Verbesserungen auch anzugehen. Barrierefreiheit hilft nicht nur Menschen im Rollstuhl, sondern auch Eltern mit Kinderwagen und vielen anderen, die Probleme haben, Treppen zu steigen. Dafür müssen aber genaue Planungen angestellt werden, um die Statik und die Bausubstanz des Gebäudes sowie den Denkmalschutz zu berücksichtigen. Eine Umsetzung zum jetzigen Stadium ist nicht möglich sondern muss separat betrachtet und beschlossen werden. Unabhängig hiervon wollen wir aber die vorgeschlagenen Ad-hoc Maßnahmen jetzt anpacken.“

Auf einstimmigen Beschluss des Planungs- und Bauausschusses soll die MGMG als Betreiber der Halle das Thema erneut beraten und die Verwaltung mit der Untersuchung von baulichen Alternativen für eine weitergehende Barrierefreiheit in der Kaiser-Friedrich-Halle beauftragen. Ziel dieser Beauftragung ist eine genaue beschlussfähige Übersicht der möglichen baulichen Maßnahmen nebst Kostenaufstellung.

Annette Bonin und Thomas Fegers machen deutlich: „Es handelt sich dann um ein völlig neues Bauprojekt, das diskutiert und mit eigenen Finanzmitteln hinterlegt werden muss.“


SPD-Fraktion begrüßt Planung zum OGATA-Ausbau: „Eine gute Grundlage, auf die wir aufbauen können!“

20.9.2018 :: Im Schul- und Bildungsausschuss legt die Stadtverwaltung einen Plan für den Ausbau der Ganztagsplätze an Grundschulen (OGATA) vor.
Dazu erklärt die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Monika Schuster: „Zählt man alle neuen Gruppen zusammen, entstehen in den nächsten drei Schuljahren bis 2021/2022 über 300 OGATA-Plätze. Das ist eine gute Grundlage, auf die wir aufbauen können! Aktuell besteht allerdings schon ein höherer Bedarf, sodass wir nach wie vor über weitere Gruppen reden müssen. Zu Recht weist die Verwaltung darauf hin, dass zukünftig nicht für jede Gruppe ein neuer Raum gebaut werden kann. Vielmehr müssen wir über Alternativen im Bestand nachdenken. Eine Reihe Grundschulen sind insgesamt in einem schlechten baulichen Zustand und häufig ist heute schon nicht genug Platz da. Daher macht es mehr Sinn, mit den Grundschulen und den Trägern der Ganztagsbetreuung gemeinsam über passgenaue Konzepte nachzudenken. Umgestaltete Klassenräume und ergänzende Differenzierungsräume in den Grundschulen können dazu beitragen, dass Grundschule und Ganztagsbetreuung fließend ineinander übergehen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Verwaltung sich hier nun auch bewegt und in Gespräche mit den Schulen eintreten will.“

„In den letzten Monaten haben wir intensiv über den Ausbau der Ganztagsbetreuung in Mönchengladbach diskutiert. Dabei sind Eltern, Lehrer und Betreuungsmitarbeiter ebenso zu Wort gekommen wie Experten und Träger. Bereits heute ist die Situation an vielen Schulen drängend, da Eltern auf Betreuungsplätze angewiesen sind. Mit der zunehmenden Nachfrage schon in den Kindergärten ist klar, wo die Reise hin geht. Die Bundesregierung plant zudem einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule ab 2025. Wir müssen also jetzt handeln und schnell mehr Plätze schaffen. Für uns Sozialdemokraten geht es dabei nicht nur um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ganztagsbetreuung bzw. Ganztagsschulen sind für alle Kinder ein Gewinn. Hier findet neben der Lese- und Schreibförderung, sportlichen und musischen Angeboten auch soziales Lernen statt. Alle Kinder egal aus welchem Elternhaus profitieren in ihrer Entwicklung von einem guten Ganztag. Daher führen wir den Dialog mit Trägern und Experten über die Qualität unserer Ganztagsschulen fort. Angebote wie HOME oder Schulsozialarbeit müssen noch stärker mit den Grundschulen und der Ganztagsbetreuung vernetzt werden“, so Felix Heinrichs, SPD-Fraktionsvorsitzender.

„Jeder Ausbau kostet Geld. Aus dem Landesförderprogramm ‚Gute Schule 2020’ sollen jährlich 3,5 Millionen Euro in den Ausbau von Ganztagsangeboten fließen. Das ist ein vielversprechendes Signal! In den Haushaltsberatungen werden wir uns dafür einsetzen, dass genug investive Mittel bereit stehen, um schnell und effizient neue Gruppen schaffen zu können und die Grundschulen insgesamt in einen besseren Zustand zu versetzen. Bei der Frage nach dem qualitativen Ausbau sehen wir vor allem Land und Bund in der Pflicht. Nur gemeinsam können wir die Mehrkosten decken und dazu beitragen, dass alle Kinder gut und fördernd betreut werden“, so Heinrichs abschließend.



Diskussion über barrierefreie Stadtentwicklung: „In Mönchengladbach gibt es genug zu tun!“

17.9.2018 :: Ob bei der Sanierung der Kaiser-Friedrich-Halle, dem Umbau von Haltestellen, dem Neubau des Rathauses in Rheydt, aktuellen Wohnungsbauprojekten oder der Gestaltung öffentlicher Räume; überall spielt das Thema Barrierefreiheit eine Rolle. Auf Initiative von Peter Gabor kamen Martin Philippi von der Agentur Barrierefrei NRW, Ingrid Icking und Nicole Dierkes-Bludau von der Stabsstelle Inklusion der Stadt Mönchengladbach, Miriam ten-Busch, Fachbereichsleiterin Bauordnung, sowie der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs zusammen, um im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) über Fortschritte, Probleme und vor allem zukünftige Handlungsfelder zu sprechen.

„Jedes Neubau- oder Sanierungsvorhaben schafft die Chance, ein Stück mehr Barrierefreiheit in der Stadt umzusetzen. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen eine ganze Stadt umkrempeln. Umso wichtiger ist es dann aber, jede Chance zu nutzen und mit Kreativität an die Sache heranzugehen. Ein Gebäude, das barrierefrei ist, ist zukunftsfähig und damit auch wirtschaftlich. Die Stabsstelle Inklusion leistet einen wichtigen Beitrag, um genau hier zu unterstützen und immer wieder die Belange der betroffenen Menschen einzubringen. Mich ärgert es dann schon, wenn es nach wie vor Maßnahmen gibt, bei denen die Barrierefreiheit nicht ausreichend beachtet wird, wie beispielsweise bei der Vergabe von Büroräumen im Rathaus Rheydt. Hier hätte mehr Kommunikation sicher geholfen. Wenn Mönchengladbach für alle Menschen lebenswert sein soll, muss das Thema barrierefreie Stadtentwicklung eine stärkere Rolle spielen. In Mönchengladbach gibt es genug zu tun“, betont Peter Gabor, sachkundiges Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren sowie Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft SelbstAktiv in der SPD Mönchengladbach.

Martin Philippi von der Agentur Barrierefrei NRW stellt fest: „Barrierefreiheit ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung in ihrer Unterschiedlichkeit gleichberechtigt miteinander leben können. Barrierefreiheit nutzt allen Menschen. Deshalb müssen Gebäude und öffentliche Räume so gebaut werden, dass alle Menschen sie auch wirklich nutzen können. Bei bestehenden Häusern sieht die Situation natürlich anders aus. Bei einer Sanierungsquote von ca. ein Prozent bleiben gerade ältere Menschen, die schon lange in ihren Wohnungen leben, von den Fortschritten ausgeschlossen. Die neue Landesbauordnung in NRW sorgt dafür, dass altengerechte Wohnungen zukünftig zum Standard im Wohnungsneubau werden. bringt leider nur kleine Verbesserungen. Eine echte Rollstuhlquote gibt es – anders als in Rheinland-Pfalz – nicht. Um Tendenzen wie der Vereinsamung entgegenzuwirken, ist es wichtig, dezentrale Quartiersarbeit auszubauen. Beratung und Assistenz vor Ort stärken die Teilhabe und ermöglichen mehr Selbstbestimmung.“

„Die Rückmeldungen der Stabsstelle Inklusion und der Bauordnung lassen erkennen, dass Aspekte der Barrierefreiheit bei den allermeisten Projekten von vorneherein berücksichtigt werden. Häufig sind Bauherren offen für Verbesserungsvorschläge, da mittlerweile viele erkannt haben, dass barrierefreies Bauen vielen Nutzergruppen entgegenkommt. Bei Großprojekten wie dem neuen Rathaus in Rheydt ist es wichtig, sich über die gesetzlichen Standards hinaus Gedanken zu machen. Schon in der jetzt anlaufenden Vorplanungsphase muss die Stabsstelle eingebunden werden. Barrierefreiheit heißt nämlich mehr, als ausreichend Aufzüge und breitere Türen. Taktile Leitsysteme im Boden, ein leicht verständliches Orientierungssystem im Gebäude und abgestimmte Farben bzw. Materialien müssen schon von Beginn an mitgedacht werden. Daher muss die Inklusionsbeauftragte in das Projekt frühzeitig mit einbezogen werden. Auch bei einem anderen städtischen Projekt gibt es Handlungsbedarf. Für die Sanierung der Kaiser-Friedrich-Halle wird uns das Gebäudemanagement im nächsten Ausschuss darstellen, wie im Zuge der notwendigen Arbeiten auch eine bessere Barrierefreiheit erreicht werden kann“, unterstützt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs. Diskussion über barrierefreie Stadtentwicklung: „In Mönchengladbach gibt es genug zu tun!“



Zweigleisiger Ausbau zwischen Rheydt und Odenkirchen kann endlich geplant werden – Chancen für die S 8 verbessern sich

31.8.2018 :: In einer kürzlich eingegangenen Stellungnahme der DB-Netz wurde bestätigt, dass der eingleisige Engpass zwischen Rheydt-Hauptbahnhof und Odenkirchen endlich geplant und anschließend gebaut wird. Der volkswirtschaftlich-positive Nutzen des gesamten Projekts Ausbaustrecke Venlo-Mönchengladbach-Rheydt-Odenkirchen wurde gutachterlich nachgewiesen. So wurde auch der Teilabschnitt in Mönchengladbach-Rheydt in den vordringlichen Bedarf hochgestuft.

Thomas Fegers, planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Im Zuge der Berichterstattung im Planungsausschuss zur Lärmsanierung an DB-Strecken habe ich festgestellt, dass, obwohl der zweigleisige Ausbau im Bundesverkehrswegeplan 2030 gesetzlich als „potentieller Bedarf“ fixiert ist, eine Lärmsanierung nur für die eingleisige Strecke geplant ist. Dieser Widerspruch wurde im DB-Konzern geprüft, und das Ergebnis ist überraschend positiv. Der zweigleisige Ausbau ist nun in den „vordringlichen Bedarf“ aufgestiegen und kann endlich verbindlich in die Planung und Umsetzung gehen. Übrigens dann auch mit modernstem Lärmschutz, da es sich um eine Ausbaumaßnahme handelt.“

Der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Rheydt und Odenkirchen ist für die weitere Entwicklung des Schienenverkehrs in Mönchengladbach von großer Bedeutung. Dieser Engpass verhindert bislang die Durchführung der S 8 bis Rheydt und Odenkirchen und ist zugleich auch für eine bessere Anbindung nach Köln extrem wichtig. Auf diese Problematik wird auch im Entwurf zum städtischen Mobilitätskonzept hingewiesen. Die Investition für den gesamten zweigleisigen Ausbau zwischen Kaldenkirchen und Dülken, der Viersener Kurve (Verbindung mit der Bahnstrecke Viersen-Venlo in Richtung Krefeld) und dem Teilstück in Rheydt beziffert sich auf 130 Mio. €.

SPD-Fraktionsvorsitzender Felix Heinrichs: „Der zweigleisige Ausbau der Strecke ist eine ganz wichtige Maßnahme für die Anbindung des Oberzentrums Mönchengladbach auch am überregionalen Verkehr. Es lassen sich für die Zukunft ganz andere und leistungsfähige Verbindungen zwischen den Niederlanden und Mönchengladbach sowie fortlaufend auch bis Köln realisieren. Jetzt müssen wir gemeinsam und mit Unterstützung des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) alle Kräfte für eine schnelle Umsetzung bündeln. Die Weichen für einen besseren Nah- und Fernverkehr müssen jetzt für die Zukunft gestellt werden.“



SPD-Fraktion lobt fertiggestelltes Quartierskonzept: „Ein guter Grundstein für die Zukunft!“

30.8.2018 :: Im laufenden Sitzungszug legt die Verwaltung das fertiggestellte Stadtteil- und Quartierskonzept vor. Auf über einhundert Seiten finden sich grundsätzliche Aussagen zur Stadtteil- und Quartiersarbeit in Mönchengladbach, zu vorhandenen Strukturen und Kurzprofile aller 44 Stadtteile.

„2016 hat der Rat auf Antrag von SPD und CDU beschlossen, ein integriertes Stadtteil- und Quartierskonzept in Auftrag zu geben. Wir sind überzeugt davon, dass funktionierende Quartiere eine lebenswerte Stadt ausmachen. Das Engagement der Menschen vor Ort, besondere Problemlagen und liebenswerte Details charakterisieren jeden einzelnen Stadtteil in Mönchengladbach. Das Konzept gibt einen verständlichen und detailreichen Überblick und verschweigt auch die Probleme und Herausforderungen nicht. Der Stadtverwaltung rund um die Sozialdezernentin Dörte Schall ist hier gemeinsam mit städtischen Unternehmen und weiteren Akteuren ein umfassendes Werk gelungen, mit dem wir in Zukunft sehr gut arbeiten können“, begrüßt Ralf Horst, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, die Vorlage.

„Mönchengladbach ist keine homogene Stadt, sondern die Summe vielfältiger und verschiedener Stadtteile. Diesen Charakter wollen wir beibehalten und fördern. Es geht mit dem neuen Konzept nicht darum, den einzelnen Stadtteilen etwas überzustülpen, sondern das gewachsene Miteinander zu stärken. Wenn wir in Zukunft Verträge über Quartierstreffpunkte, Jugend- oder Seniorenarbeit schließen, können wir genau ablesen, wie die Angebote vor Ort aufgebaut sein müssen und welche Zielgruppe im Mittelpunkt steht. Verwaltung, Politik und Wohlfahrtsverbände sind jetzt stärker in der Lage, an den eigentlichen Knackpunkten anzusetzen. Das Konzept ist ein guter Grundstein für die Zukunft! Das Thema Quartiersmanagement hat für uns als SPD-Fraktion eine hohe Bedeutung, daher begrüßen wir die Fortschritte ausdrücklich“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.

„In den kommenden Wochen werden wir uns die zentralen Aussagen des Konzeptes intensiv anschauen und über das weitere Vorgehen beraten. Wie können wir mehr Bürgerbeteiligung vor Ort gestalten? Macht es Sinn, Quartiersthemen innerhalb der Verwaltung zu bündeln? Müssen wir die städtischen Fördermittel für soziales Engagement und die Wohnumfeldverbesserung eventuell neu ausrichten? Welche Rolle kann die Stadt mit ihren Beteiligungen – wie beispielsweise den Wohnungsbauunternehmen und der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH – selbst übernehmen? Wir müssen an mehreren Stellen ansetzen, damit sich Mönchengladbach als lebens- und liebenswerte Heimat ganz unterschiedlicher Menschen weiterentwickeln kann“, so Felix Heinrichs und Ralf Horst abschließend.



SPD-Fraktion informiert sich über Fortschritt am Flughafen: „Potentiale müssen schnell gehoben werden“

28.8.2018 :: Der Flughafen Mönchengladbach hat sich in den vergangenen Jahren zu einem anerkannten Standort für Werften und Werkstätten von Flugzeugen entwickelt. Rund 500 hochqualifizierte Arbeitsplätze sind so entstanden. Hinzu kommen noch weitere Arbeitsplätze, die mittelbar an den Betrieben hängen. Mitte des Jahres hat die Stadt Mönchengladbach nach langwierigen Verhandlungen einen Großteil der Gesellschaftsanteile von der Flughafengesellschaft Düsseldorf übernommen. Zukünftig wird die Düsseldorfer Seite, die die Veränderung angestoßen hatte, nur noch 20 Prozent halten. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Mönchengladbacher Flughafens, Franz-Josef Kames, machten sich die Mitglieder des SPD-Fraktionsvorstandes in den Sommerferien ein aktuelles Bild von der Situation vor Ort und den bisher eingeleiteten Schritten.

„Wir haben uns für die Übernahme der Flughafenanteile entschieden, um die Chance einer positiven Entwicklung des Flughafens nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Natürlich sehen wir das große Risiko, das dieses Geschäft birgt. Uns muss es jetzt unbedingt gelingen, das jährliche Defizit des Flughafens drastisch zu verkleinern. Daher müssen wir alle gemeinsam schnell und dennoch überlegt handeln. Wie können wir neue Firmen an den Standort locken? Wo sind Flächen für zusätzliche Hallen? Wo kann gespart werden? Welche Gebühren und Einnahmepositionen lassen sich erhöhen? In den nächsten Monaten müssen zu diesen Fragen konkrete Antworten vorliegen, um die Zukunft des Flughafens und damit auch der Arbeitsplätze zu sichern. Wir müssen die Potentiale schnell heben“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs.

„Das größte Problem am Flughafen Mönchengladbach ist die Länge der Landebahn. Eine längere Runway würde es den Werften ermöglichen, an größeren Flugzeugen zu arbeiten. Außerdem bleiben die Kosten der Flugsicherung am Flughafen hängen. Hier müssen wir noch einmal anpacken. Die Gebühren für Starts und Landungen beispielsweise können wir zeitnah anheben. Alte Hallen müssen durch neue und größere ersetzt werden, um mehr ‚Flughafen-Parkplätze’ vermieten zu können. Insgesamt steckt in dem Bereich Vermietung und Verpachtung am Standort noch einiges an Potential. Uns erreichen wöchentlich verschiedene Anfragen, auch von großen Unternehmen. Und es gibt sowohl kurzfristig als auch mittelfristig erschließbare Flächen am Rollfeld“, so Franz-Josef Kames.

Heinrichs ergänzt: „Die Anteilsübernahme ist verbunden mit einer Zahlung von 8,5 Millionen Euro von Düsseldorf an Mönchengladbach, um die jährlichen Verluste bis zum Jahr 2020 auszugleichen. Hinzu kommt die kostenfreie Tilgung eines Darlehens. Bis 2020 haben wir also die Luft, um Pläne zu entwickeln und die Defizite haushaltsneutral auszugleichen. Stadt, EWMG und NEW als Eigentümer sowie die ortsansässigen Unternehmen sind gemeinsam unterwegs. Mithilfe von weiteren Experten wird aktuell an einem Konzept gearbeitet, um den Flughafen aus den tiefroten Zahlen zu holen. Als SPD-Fraktion werden wir den Prozess unterstützen.“



Norbert Bude wird mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet – SPD Mönchengladbach gratuliert

24.8.2018 :: Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Norbert Bude, wurde am 23. August 2018 durch den Ministerpräsidenten Armin Laschet mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Den Verdienstorden erhalten Bürgerinnen und Bürger des Landes NRW in Anerkennung ihres außerordentlichen Verdienstes für die Allgemeinheit. Seit 1986 wird die Ehrung vorgenommen, die auf maximal 2.500 Orden beschränkt ist.

Für die SPD Mönchengladbach erklären die Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel, der Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs und der Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges: „Wir möchten Norbert Bude im Namen der gesamten Mönchengladbacher Sozialdemokratie herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung gratulieren! Nur wenige Bürgerinnen und Bürger werden für ihr Engagement auf diese Weise ausgezeichnet. Besonders zu würdigen ist sicher sein Einsatz für die Beteiligung von jungen Menschen an politischen Prozessen. Norbert Bude hat sich stets dafür eingesetzt, Politik für Jugendliche interessant und nachvollziehbar zu gestalten. Er hat selbst Beteiligungsformate mitentwickelt und Partizipation ermöglicht. Auch der soziale Zusammenhalt in unserer Gesellschaft war ihm immer ein Herzensanliegen, dem er sich auch weiterhin tatkräftig widmet. Wir freuen uns, dass sein großes und vielfältiges Engagement nun mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt wird!“

Zur Person:
Norbert Bude wurde am 14. September 1959 in Rheydt geboren. Mit 23 Jahren trat er am 01. Februar 1983 in die SPD ein und engagierte sich politisch zuerst bei den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, und anschließend in verschiedenen Parteifunktionen. Kommunalpolitisch umfasst sein Engagement eine Reihe von Stationen über die Bezirksvertretung Odenkirchen, das Amt des Bezirksvorstehers von Odenkirchen, als Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach im Jahr 2004. Norbert Bude war auch über die Grenzen von Mönchengladbach politisch aktiv, unter anderem als Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK). Norbert Bude ist neben seiner politischen Tätigkeit auch ehrenamtlich im Schützenbrauchtum und im Karneval verwurzelt. Seit 2014 ist er zudem Vorsitzender des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach / Rhein-Kreis-Neuss.

Foto: Ralph Sondermann/Land NRW



SPD informiert sich über smarten Naturspielplatz im Stadtwald Rheydt

16.8.2018 :: Gemeinsam mit dem städtischen Unternehmen mags (Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR) und dem Jugendamt der Stadt Mönchengladbach forscht Martin Platzer von der Hochschule Niederrhein rund um den Spielpatz im Stadtwald Rheydt. In der beliebten Grünanlage wird eine der bisherigen Spielfläche zu einem naturnahen Spielplatz umgestaltet. Im Vordergrund stehen keine festen Spielgeräte, sondern vielmehr die kreativen Ideen der kleinen Besucherinnen und Besucher. In einer Naturerfahrungslandschaft können die Kinder den Spielplatz selbst verändern und so weiterentwickeln. Neben dem Naturerlebnis erhoffen sich Hochschule und mags aber auch neue Erkenntnisse über das Nutzerverhalten von Kindern. Sensoren halten anonymisierte Daten fest und liefern so interessante Ergebnisse, die bei der zukünftigen Planung von Spielflächen genutzt werden können. Mit 500.000 Euro fördert das Land NRW das Projekt über insgesamt drei Jahre. In der ersten Jahreshälfte 2019 soll die Umgestaltung in Angriff genommen werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Felix Heinrichs und die Bezirksvorsteherin Mönchengladbach-Süd, Barbara Gersmann, informierten sich vor Ort bei Martin Platzer von der Hochschule Niederrhein, Gabriele Teufel, Vorstand bei mags und Jan Biehl, bei mags zuständig für die Grünunterhaltung.

Barbara Gersmann dazu: „Wir sind sehr angetan von der Vorgehensweise. Hochschule, mags und das städtische Jugendamt setzen gemeinsam auf neue Wege, von denen alle Kinder in der Stadt profitieren können. Wenn wir jetzt nach und nach eine Reihe von Spielplätzen angehen werden, sind die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt Stadtwald sicher Gold wert. Wir wollen Kinderspielplätze, die auch wirklich bei den kleinen Nutzern ankommen und für verschiedene Altersgruppen attraktiv sind.“

Felix Heinrichs erklärt: „Ein naturnaher Spielplatz ist eine tolle Ergänzung der bisherigen Angebote in Mönchengladbach. Hier sollen keine teuren Klettergerüste im Vordergrund stehen, sondern gestaltbare Landschaften aus Sand, Naturmaterialien wie Holz oder Stein und Spielelemente, die zum Experimentieren einladen. Wenn dann auch noch moderne Technik zum Einsatz kommt, die den Forschern Erkenntnisse liefert, machen wir Digitalisierung praktisch nutzbar. So kann zum Beispiel festgestellt werden, welche Ecken besonders frequentiert sind, zu welchen Zeiten der Platz besonders genutzt wird und welche Spielgeräte gut ankommen. Natürlich ist der Datenschutz dabei sehr wichtig und wird im Projekt eine große Rolle spielen.“


SPD–Politiker wollen zukunftsorientierte Kindergartennutzung auf der Krall’schen Wiese

10.8.2018 :: Mit großer Skepsis sehen die beiden SPD-Politiker Ralf Horst, direkt gewählter Ratsherr für den Stadtteil Pesch (hierzu gehört auch die Krall’sche Wiese), und Hermann-Josef Krichel-Mäurer, Bezirksvorsteher des Stadtbezirks Ost, die Pläne der Verwaltung, auf der Krall’schen Wiese lediglich vorübergehend eine Kindergartennutzung vorzusehen. In den letzten Wochen haben sie hierzu mehrfach den Kontakt zur Jugend- und Bauverwaltung gesucht, um auf eine zukunftsfähige Dauernutzung hinzuwirken.

Ralf Horst: „Frühjahrsausstellungen, Flüchtlingsunterkunft, Lkw-Abstellplatz – seit Jahrzehnten wird dieser wunderschön gelegene Platz nur für Provisorien und Kurznutzungen verwendet, und anschließend bleiben eine unattraktive Fläche oder sogar Bauruinen zurück. Es muss endlich eine dauerhafte Gestaltung her, die sich in die Umgebung einpasst.“

Hermann-Josef Krichel-Mäurer ergänzt: „In die Reihung von Jugend-, Freizeit- und Sozialeinrichtungen entlang der Carl-Diem-Straße würde sich ein gut gestaltetes Kindergartengelände hervorragend eingliedern lassen. Dies geht nach Klärung auch ohne Bebauungsplanverfahren, da in der unmittelbaren Nachbarschaft soziale Einrichtungen bereits bestehen. Pädagogisch wäre die Naturlage ideal, und die verkehrliche Erreichbarkeit ist hervorragend.“

Ralf Horst: „Ich erkenne überhaupt keinen Grund, warum hier nur das Provisorium gebaut und die dauerhafte Einrichtung dann an anderer Stelle errichtet werden soll.“ Wenn es im Sinne der betroffenen Kinder notwendig ist, würden sich die beiden SPD-Politiker nicht sperren, wenn aus Zeitgründen eine Zwischenlösung gefunden werden müsse. Diese dürfe aber nur als Vorlauf für die an gleicher Stelle zu realisierende Dauereinrichtung dienen. Krichel-Mäurer: „Das ohnehin vorgeschriebene Außengelände könnte dann sowohl für die vorläufigen wie für die endgültigen Gebäude genutzt werden.“


SPD-Fraktion kümmert sich um die Kita MummPitz in Mönchengladbach-Hardterbroich

8.8.2018 :: Seit Wochen wird in der Öffentlichkeit über die unklare Situation der Kita MummPitz in Mönchengladbach-Hardterbroich diskutiert. Die SPD-Fraktion sieht dabei nicht tatenlos zu und klärt seit Wochen mögliche Lösungen, damit die Beschäftigten, die Eltern und die Kinder wieder eine Planungssicherheit haben.

SPD-Fraktionsvorsitzender Felix Heinrichs: „Zunächst muss klargestellt werden, dass für diese Misere die Firma Jessen die Verantwortung trägt. In einem Brief habe ich gemeinsam mit Bezirksvorsteher Hermann-Josef Krichel-Mäurer die Geschäftsführung zur Vertragserfüllung gegenüber dem Kita-Träger MUMM-Familienservice gGmbH zum Bau einer Kindertagesstätte aufgefordert. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen Grundstücksspekulationen zu Lasten der Kinder und Eltern betreibt.“ Zugleich wird an einer alternativen Lösung an einem anderen Standort gearbeitet. Allerdings stünde diese erst in 2019 zur Verfügung, sodass nach Auffassung der SPD entweder an einer neuen Interimslösung zu arbeiten ist oder die Kita so lange am jetzigen Standort verbleiben muss, bis ein endgültiges Grundstück gefunden und bebaut wurde. Die SPD-Fraktion sieht hier die Firma Jessen selbst in der Pflicht, das angerichtete Chaos zu klären und Sicherheit zu schaffen. Zugleich wäre eine räumliche Verschiebung der Kita von Hardterbroich weg eine vertane Chance, denn zum Stadtteilkonzept für den Hardterbroicher Markt würde eine Kita gut passen, die den Standort im Sinne der Quartiersarbeit belebt.

„Uns ist die Situation der betroffenen Eltern und Kinder nicht egal! Wir befinden uns auch im regelmäßigen Kontakt mit der Geschäftsführung der MUMM-Familienservice gGmbH sowie dem Elternbeirat, die unsere Aktivitäten gegenüber der Firma Jessen kennen. Nach unserer Kenntnis ist auch die Stadt mit im Boot und eruiert Alternativen. Allerdings sehen wir ausdrücklich nicht die Stadt in der Verantwortung, die Fehlentscheidungen von privaten Unternehmen auszubaden. Die SPD-Fraktion bleibt dran und kümmert sich“, so Felix Heinrichs abschließend.


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