SPD-Ratsfraktion Mönchengladbach


Ampelbündnis will die digitale Schule weiter voranbringen

23.11.2021 :: Digitale Bildung ist derzeit in aller Munde. Die aktuelle Corona-Situation hat mehr als deutlich gemacht, dass die Schulen in der Stadt für die neuen digitalen Anforderungen ausgerüstet sein müssen.

"Unsere Lehrer*innen leisten beeindruckende Arbeit in diesen Zeiten. Und dies, obwohl die Digitalisierung an vielen Schulen bisher nur bruchstückhaft umgesetzt ist", sind sich die schulpolitischen Sprecher der Bündnisfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP einig. Es bedürfe daher neuer Ideen und größerer Investitionen.

In der Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung am morgigen Mittwoch steht daher ein Antrag der drei Fraktionen auf der Tagesordnung, der sich mit den Schlussfolgerungen der Initiative nextMG e.V. auseinandersetzt.

NextMG hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die digitale Kompetenz in der Stadt voranzutreiben sowie Aktivitäten rund um die digitale Transformation zu unterstützen. Der Schulausschuss hat NextMG daher gebeten, sich mit der Situation an den Mönchengladbacher Schulen auseinanderzusetzen. In dem seit Juni dem Schulausschuss vorliegenden „Weißbuch“ macht NextMG eine Reihe zielführender Vorschläge für die Weiterentwicklung der Digitalisierung an den Schulen der Stadt.

Die Bündnisfraktionen fordern nun, dass die Verwaltung möglichst noch in diesem Jahr die strukturelle Verkabelung auch an den Schulstandorten veranlasst, an denen dies bisher noch nicht erfolgt ist. Die Durchführung der Maßnahmen soll möglichst bis zum Beginn des Schuljahres 2023 abgeschlossen sein.

"Wir wissen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung hart daran arbeiten, dass die digitale Schule zeitnah lebendige Wirklichkeit wird", so der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Reinhold Schiffers. Ohne ein flächendeckendes WLAN am Schulstandort kann aber keine systematische Entwicklung zur digitalen Schule erfolgen. Daher wollen wir den Prozess beschleunigen."

"Weiterhin wollen wir veranlassen, dass die Verwaltung im Rahmen der städtischen Supportstrukturen ein Konzept "Digitalhausmeister*in" aufbaut", ergänzt Grünen-Schulpolitiker Gerd Schaeben. In Anlehnung an "analoge" Hausmeister*innen sollen "Digitalhausmeister*innen" sicherstellen, dass die IT-Infrastruktur der Schule zum Schulbeginn am Morgen zuverlässig einsatzbereit ist.

Sina Behrend, schulpolitische Sprecherin der FDP, macht auf einen weiteren Punkt des Antrags aufmerksam: "Wir werden die Verwaltung beauftragen, im Dialog mit den Schulformsprecher*innen und NextMG zwei Pilotschulen auszuwählen, die mit der empfohlenen Grundausstattung an Infrastruktur und WLAN sowie der empfohlenen Software etc. ausgerüstet werden und in denen das Lehrpersonal entsprechend geschult wird. Dabei soll mindestens eine Hauptschule berücksichtigt werden." so Behrend abschließend.


Neues nachhaltiges Wohngebiet im Rheydter Westen

22.11.2021 :: In der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bauen und Stadtentwicklung am 23.11.2021 wird der Vorentwurf zur Entwicklung eines neuen Wohngebietes an der Preyerstraße vorgestellt. In dem neuen qualitätsvollen Wohnquartier im Bereich der bisherigen Bezirkssportanlage sollen Wohneinheiten für junge Paare, Familien und ältere Generationen entstehen.
„Der breite Mix unterschiedlicher Wohnformen wird diesen unterschiedlichen Gruppen eine gute Nachbarschaft bieten. Und durch die Einrichtung von zwei Kitas wird gerade für junge Familien die notwendige soziale Infrastruktur geschaffen. Wir begrüßen die Entwicklung dieses Gebietes für circa 150 bis 200 Wohneinheiten an dieser zentrumsnahen Stelle“, so die Sprecherin der SPD-Fraktion im Planungsausschuss, Andrea Koczelnik.
Das Thema Mehrgenerationenwohnen, alternative Wohnformen und die Mischung von Miete und Eigentum werden das Quartier in besonderem Maße kennzeichnen. Neben der Durchgrünung des Viertels liegen der gesamten Planung zudem wichtige Nachhaltigkeitsziele zugrunde. Ein Mobilitätskonzept sieht öffentliche E-Ladestationen sowie Miet- und Lastenräder vor, die den Bürger*innen in einem Mobilitätshub zugänglich sein sollen.
„Hier soll ein klimaoptimiertes Wohngebiet entstehen – optimierte Gebäudeausrichtung, Nahwärmenetz, Regenwasser und Hitzemanagement sind nur einige Punkte, die die ökologische Bauweise unterstützen und die Wohnsiedlung zu einem besonderen Quartier machen werden.“ so Koczelnik weiter.
Die sich an der Stelle des neuen Wohnquartiers befindliche Bezirkssportanlage Morr/Preyerstraße wird an einen Ersatzstandort in ca. 800 m Entfernung verlegt, um die neuen Wohnstandorte schaffen zu können.
Bereits seit geraumer Zeit wird über eine neue Sportanlage für einen der ältesten Fußballvereine in Mönchengladbach diskutiert. Jetzt liegen die Pläne auf dem Tisch. Die Vorstellung der Pläne erfolgte zuerst in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 17. November 2021.
„Die Finanzierung der neuen Sportanlage erfolgt nahezu ausschließlich aus den Verkaufserlösen des neuen Baugebietes. Neben einem kompakten Sportpark mit einem Kunststoffrasenfeld, werden auch Anlagen für den Schulsport sowie ein modernes Raumprogramm geschaffen.“ so Horst Schnitzler, Sprecher der SPD in der Bezirksvertretung Süd. Auch der Verein, der dann als einer der letzten in Mönchengladbach einen Kunstrasenplatz bekommt, ist von der Planung begeistert. „Insgesamt sind wir überzeugt, dass diese Maßnahmen den Bezirk weiter voranbringen“, so Schnitzler abschließend.
Die aktuelle Zeitplanung sieht die Fertigstellung der Anlage für 2025 vor.


SPD setzt sich für gerechtere Finanzierung steigender OGS-Kosten ein

11.11.2021 :: Die Kosten für die Betreuung von Kindern im offenen Ganztag nehmen stetig zu. Das betrifft auch die Träger vor Ort, die höhere Overheadkosten und Tarifsteigerungen finanzieren müssen. Zwar beteiligt sich das Land zum Teil an der Finanzierung, dies jedoch bei weitem nicht kostendeckend. Mittel aus dem städtischen Haushalt sind für die Finanzierung daher notwendig. Mit viel Anstrengung hat die hoch verschuldete Stadt Mönchengladbach einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Die mühsam erarbeiteten finanziellen Spielräume sind pandemiebedingt jedoch deutlich eingeschränkt worden. Gleichzeitig müssen nun die Mehrkosten bei den OGS-Trägern vor Ort finanziert werden.
„Es ist wichtig, dass die Träger vor Ort die Kosten gestemmt bekommen. Insbesondere Tarifsteigerungen für die Beschäftigten müssen umgesetzt werden. Als SPD wollen wir aber auch die Belastungen für Eltern möglichst gering halten und gerecht ausgestalten. Ein Betreuungsplatz ist für viele Familien wichtig. Für die Kinder ist eine qualitativ gute Betreuung entscheidend für mehr Bildungsgerechtigkeit. Deshalb darf ein Betreuungsplatz nicht vom Geldbeutel abhängen.“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi.
Zwischen den Städten in NRW bestehen große Unterschiede bezüglich der finanziellen Belastungen für die Inanspruchnahme eines OGS-Platzes. Die Kommunen und Einwohner:innen sind größtenteils auf sich gestellt, um die Kosten zu finanzieren. Je nach Haushaltslage variieren die Beiträge zwischen dem Höchstbetrag von 209€ und einer kompletten Kostenfreiheit.
Hierzu erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges:
„Die Bildungschancen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dürfen nicht vom Wohnort abhängen. Deshalb setzt sich die SPD-Landtagsfraktion für die Abschaffung von Elternbeiträgen in der OGS ein. Alle Kinder müssen gleiche Bildungschancen haben. Die aktuelle Landesregierung ist bei der Umsetzung dieses Ziels leider keine Hilfe für die Kommunen in NRW.“


SPD-Ratsfraktion ist Fairtrade-Town Netzwerk-Partner

21.10.2021 :: Erfreulicherweise liegt das Thema Fairer Handel voll im Trend: Verbraucher*innen finden in Supermärkten und Discountern heutzutage ein breites Angebot an fair gehandelten Produkten. Und auch auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel mittlerweile in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle.

Fairtrade Towns fördern gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den Fairen Handel in ihrer Heimat stark machen.
Mönchengladbach ist mit dabei, weil die Stadt ein deutliches Zeichen für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Solidarität setzten möchte.

Auch als SPD-Ratsfraktion leisten wir unseren Beitrag dazu, für gerechte Produktionsbedingungen einzutreten und uns für soziale, umweltschonende und nachhaltige Herstellungs- und Handelsstrukturen einzusetzen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir vom Oberbürgermeister nun als Netzwerk-Partner ausgezeichnet worden sind.


„Die Förderung und Weiterentwicklung der Jugendbeteiligung ist für ein demokratisches Gemeinwesen von zentraler Bedeutung.“ Bündnis-Fraktionen setzen sich für eine Stärkung der Jugendpartizipation ein.

16.9.2021 :: Die Bündnis-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP haben es sich zum Ziel gesetzt, Jung und Alt in unserer Stadt mehr konkrete Mitsprache einzuräumen, wenn Entscheidungen getroffen werden. Dabei sollen Bürger*innen nicht nur informiert werden, sondern aktiv mitwirken können.

Sowohl für Jugendliche als auch für ältere Mönchengladbacher*innen sollen daher gezielte Interessenvertretungen in Form eines Seniorenrates und einer Jugendvertretung eingerichtet werden. Nachdem kürzlich ein Prüfauftrag zur Errichtung eines Seniorenrats an die Verwaltung gestellt wurde, folgt mit dem Antrag „Jugendpartizipation stärken“ nun der nächste Schritt. Der Antrag wird zunächst in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Dienstag beraten.

„Junge Menschen sind nicht nur extrem meinungsstark, sie schaffen es auch zunehmend, andere aus ihrer Generation zu erreichen.“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi. „Wir möchten die frische Sicht der Jugendlichen auf die Welt, ihre große Kreativität und ihren Tatendrang in den politischen Entscheidungsprozess in unserer Stadt integrieren. Jugendbeteiligung darf dabei niemals Selbstzweck sein, sondern muss stets konkrete Mitsprache und Mitwirkung gewährleisten.“, so Safi weiter.

„Jugendpartizipation gewinnt gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung und das nicht erst seit Fridays for Future“. befindet die Fraktionssprecherin von Bündnis90/Die Grünen, Lena Zingsheim-Zobel. „Spürbar beteiligt zu werden schafft eine unverzichtbare Grundlage, damit Jugendliche lernen, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Es ist eine zentrale Voraussetzung für soziales Handeln und eine Basis für politisches Interesse und bürgerschaftliches Engagement.“

Nicole Finger, Vorsitzender der FDP ergänzt: „Eine funktionierende Jugendbeteiligung benötigt Unterstützung und niedrigschwellige Angebote. Daher sollen insbesondere die erfolgreichen Ansätze des Projektes „youthbeyond“ weiterverfolgt und gestärkt werden. Weiter soll das Partizipationsformat eines Jugendparlaments überprüft werden. Die Intention dahinter ist eine bewusste Mischung aus niedrigschwelligen Dialogformaten und der (Re-)Aktivierung fester Strukturen.“



SPD-Fraktion begrüßt Maßnahmen zur Umsetzung des Mobilitätsplans

8.9.2021 :: Mit den aktuell in den Bezirksvertretungen und im Mobilitätsausschuss zur Diskussion stehenden Vorlagen zum Tempo-30 Zonen-Konzept sowie der Klassifizierung von Straßen gehen zwei wichtige Bausteine für die Mobilität in der Stadt von der Konzeption in die Umsetzung über.

Die Grundlage dafür waren die Leitlinien der Mobilitätsplanung aus dem Jahr 2018, welche zusammen mit dem neuen Vorrangstraßennetz beschlossen worden sind. Damit verbunden war die Rücknahme von Vorrangstraßen sowie eine eindeutige Klassifizierung.

„Die Erneuerung des Hauptvorrangstraßennetzes von 1981 war der erste wichtige Schritt, den wir vor einigen Jahren gegangen sind. Dadurch konnten wir ein klares Haupt- und Nebennetz schaffen, das uns gemeinsam mit dem Klassifizierungskonzept neue Freiheiten in der Verkehrsplanung gegeben hat.“, so Thomas Fegers, Vorsitzender des Ausschusses für Planen, Bauen und Stadtentwicklung, der damals maßgeblich beteiligt war. „Nun ist es uns beispielsweise möglich, in größerem Umfang Tempo-30-Zonen zu schaffen oder zu erweitern. Damit schaffen wir mehr Sicherheit auf den Straßen, insbesondere für Fuß- und Radverkehr sowie die Anwohner*innen in Wohngebieten.“, so Fegers weiter.

Bereits 2018 hatte die SPD-Ratsfraktion gefordert, dass mit der 3. Runde des Lärmaktionsplans das Klassifizierungskonzept der Straßen sowie das Konzept der Tempo-30-Zonen vorgelegt werden soll. Diese Konzepte werden im kommenden Ausschuss für Umwelt und Mobilität nun beschlossen.

Darüber erfreut zeigt sich ebenso der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi: „Die vorgelegten Konzepte sind schlüssig und geben uns nun die Möglichkeit, in die Umsetzung zu gehen. Gemeinsam mit der Verwaltung schaffen wir die Grundlagen für sichere und zukunftsfähige Mobilität. Darüber hinaus werden wir mit dem geplanten Geschwindigkeitskonzept den letzten Baustein der Mobilitätsplanung angehen. Dadurch wollen wir den Flickenteppich unterschiedlicher Geschwindigkeiten auflösen.


Logistik und die Auswirkungen in Mönchengladbach

5.8.2021 :: Mönchengladbach hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Standort für die Logistik entwickelt. Dadurch konnten einige Menschen eine Arbeitsstelle finden. Gleichzeitig birgt die Ansiedlung aber auch Probleme: Es herrschen schwierige Arbeitsbedingungen in der Branche. Gerade die Fahrer:innen sind besonders betroffen von mangelnden Ruheräumen und schlechter Bezahlung. Vor diesem Hintergrund hat die SPD Mönchengladbach das neu gegründete Bündnis „Fair fahren“ zu einem Gespräch eingeladen. Das Bündnis besteht aus dem Arbeitslosenzentrum, ver.di, dem DGB, Arbeit und Leben sowie dem Volksverein und setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen in Deutschland sowie vor Ort ein.

Dazu resümiert Udo Schiefner, Viersener Bundestagsabgeordneter sowie Mitglied im Verkehrsausschuss: „In der SPD beschäftigen uns die, viel zu oft, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen im Transportgewerbe seit Jahren. Der Wettbewerb darf nicht auf den Schultern der Fahrerinnen und Fahrer ausgetragen werden. Sozialdumping, Nomadentum und überfüllte Parkplätze gehören zu meinen Themen im Bundestag. Gegen starke Widerstände hat meine Partei dagegen einiges erreicht. Entscheidend bleibt aber die effektive Kontrolle der europaweit tätigen Transportunternehmen. Wir müssen gute Arbeitsbedingungen, gute Bezahlung und die Einhaltung der Ruhezeiten durchsetzen, auch damit die Unternehmen wettbewerbsfähig sein können, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair behandeln.“

Neben den Arbeitsbedingungen muss auch die Technologisierung bedacht werden. Gülistan Yüksel, SPD-Parteivorsitzende und Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete, erklärt: „Wir müssen den Blick auch in die Hallen richten. Viele der Arbeitsplätze stehen im Wettstreit mit der Automatisierung. Die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze ist wichtig. Deshalb brauchen wir Weiterbildungsangebote, um die Menschen bereits jetzt schon zu qualifizieren.“

Auch die Mönchengladbacher Stadtpolitik ist gefordert, auf bessere Bedingungen der Fahrer:innen hinzuwirken. Gemeinsam mit den Unternehmen müssen Lösungsansätze vor Ort gefunden werden. „Wir haben für Amazon einen Lösungsansatz gefunden, um bald Parkplätze sowie Ruheräume zu schaffen. Alle betroffenen Unternehmen stehen in der Verantwortung. Gemeinsam mit der Stadt lassen sich Lösungen finden, was Flächen und Unterbringung angeht. Diesen Dialog wollen wir verstärken. Gleichzeitig müssen wir über die Strategie zur Ansiedlung neuer Unternehmen nachdenken. Der aktuelle Strategieprozess für Mönchengladbach ist ein guter Anlass dafür. Auf dieser Grundlage können wir die Flächenentwicklung und die Kriterien künftiger Ansiedlungen diskutieren“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi.


SPD MG begrüßt Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße

28.6.2021 :: Die SPD Mönchengladbach begrüßt den Vorstoß des Oberbürgermeisters und den Anwohnern der Lettow-Vorbeck-Straße in der kommenden Ratssitzung eine Umbenennung der Straße in „Am Rosengarten“ vorzunehmen. So hieß die Straße vor der Umbenennung im Jahr 1935.
„Vor dem Hintergrund der seit Jahren andauernden Debatte und der offiziellen Anerkennung als Völkermord an den Herero und Nama ist das ein richtiger Schritt. Dadurch wird endlich mit der Ehrung einer Person Schluss gemacht, die eng mit den antidemokratischen und rassistischen Verbrechen der deutschen Kolonialgeschichte verbunden sind.“, so SPD-Vorsitzende Gülistan Yüksel.
Die offizielle Anerkennung als Völkermord hat die Diskussion um die Lettow-Vorbeck-Straße und den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit in Mönchengladbach erneut entfacht. General Paul Emil von Lettow-Vorbeck war maßgeblich an diesem Genozid beteiligt. Die SPD Mönchengladbach fordert bereits seit geraumer Zeit eine Umbenennung. Mönchengladbach gehört zu den wenigen Städten, die die Lettow-Vorbeck-Straße noch nicht umbenannt hat
Der Kulturausschuss hat im Dezember die Einrichtung einer Historiker:innen-Kommission zur Überprüfung der städtischen Straßen- und Platzbenennungen auf den Weg gebracht. Dabei sollen alle Straßennamen wissenschaftlich betrachtet werden und belastete Straßennamen identifiziert werden. „Dieser Prozess ist wichtig und soll weitergehen, im Fall der Lettow-Vorbeck-Straße ist die Sache aber spätestens mit der Anerkennung als Völkermord eindeutig. Dabei geht es nicht um die reine Umbenennung, sondern grundsätzlich um die Frage, an wen wir in unserer Stadt in welcher Form erinnern wollen. Ein Völkermörder verdient kein Andenken in unserer Stadt. Die Opfer des Kolonialismus tun es. Problematisch sind für uns Straßen, deren Namensgeber maßgeblich mit Kolonialismus, Nationalsozialismus oder Antisemitismus in Verbindung gebracht werden. Wir wollen einen Beitrag zu Aufarbeitung dieser Geschichte leisten.“, erklärt Josephine Gauselmann, Vorsitzende des Kulturausschusses und stellvertretende Vorsitzende der SPD MG.
Die SPD Mönchengladbach unterstützt demnach eine aktive Erinnerungskultur in der Stadt, die auch den Opfern der Gräueltaten Rechnung tragen soll. Hierbei sollen Elemente einer Erinnerungskultur, wie QR-Codes oder Hinweistafeln zum Einsatz kommen. Von der Historiker:innen-Kommission erhofft sich die SPD Mönchengladbach eine wissenschaftliche Einschätzung für eine sachliche Diskussion und Umsetzungsmöglichkeiten für aktive Erinnerungskultur im lokalen Raum.


SPD spricht sich für die Fortführung der Kommunalen Schulsozialarbeit aus

22.6.2021 :: Die kommunale Schulsozialarbeit wurde 2011 als Projekt im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes eingerichtet. Im Jahr 2015 hatte die damalige SPD geführte NRW Landesregierung eine Landesförderung zur Entlastung der Kommunen durchgesetzt. Seitdem erhält die Stadt über das Landesprogramm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabenpaketes“ eine Förderung in Höhe von etwa 620.000 Euro jährlich.
„Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sind Ansprechpartner und Vertrauensperson. Sie stehen in der Schule unabhängig vom Unterrichtsgeschehen sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Eltern für Gespräche und niedrigschwellige Beratungen zur Verfügung. Daher begrüßen wir die Fortführung der Kommunalen Schulsozialarbeit sehr“, sagt Janann Safi, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Dass die Arbeit der Schulsozialarbeiter*innnen wichtig ist, um die Chancengleichheit im Bildungssystem zu fördern, ist mittlerweile auch bei früheren Kritiker*innen erfreulicherweise größtenteils anerkannt“, so Safi weiter.
„Seit Beginn der Schulsozialarbeit kämpfen wir als SPD für eine dauerhafte Förderung und eine langfristige Perspektive. Wir brauchen in Mönchengladbach eine klare Perspektive und Sicherheit – für die Kinder und Jugendlichen, ihre Familien und für die Schulsozialarbeiter*innnen selbst“, berichtet Reinhold Schiffers, Schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Schiffers fordert einen umfassenden Bericht über die Schulsozialarbeit, der nicht nur die Arbeit in den Grund- und Förderschulen, die jetzt im Fokus standen, betrachtet, sondern auch die Schulsozialarbeit in der Sekundarstufe I, in den Berufskollegs und dem Weiterbildungskolleg.
„Zwar hat der Landtag NRW im September 2020 die dauerhafte Förderung der Schulsozialarbeit beschlossen, allerdings verkennt die Regierung Laschet durch die Bereitstellung von Geldern in unveränderter Höhe, abermals die angespannte finanzielle Situation vieler Kommunen. Für Mönchengladbach hat dies zur Folge, dass sich der kommunale Eigenanteil für die Fortführung der Schulsozialarbeit in gleichbleibendem Umfang von 18 Vollzeitstellen ab 2022 mehr als verdoppelt“, ergänzt der Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges.
„Um die wichtige Aufgabe von Sozialarbeit in unseren Schulen dauerhaft zu unterstützen, muss die Finanzierung der Stellen langfristig solide geregelt werden“, so die SPD-Politiker abschließend.


SPD begrüßt die Gründung der Wissens- und Innovationscampus Mönchengladbach GmbH

17.6.2021 :: Lange Zeit war unklar, wie es mit dem Gelände des Alten Polizeipräsidiums weitergehen soll. Durch den Kauf des Grundstücks an der Theodor-Heuss-Straße vom Land NRW hat die Stadt die Grundlage zur Errichtung des Innovationszentrums geschaffen. Nun steht die offizielle Gründung der ‚Wissens- und Innovationscampus Mönchengladbach GmbH‘ (WICMG) an. Die Gesellschaft soll das Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums erwerben und entwickeln. Im Nachgang kann sie auch den Betrieb des Wissens- und Innovationscampus übernehmen.

In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Wirtschaft steht der Tagesordnungspunkt erstmals auf der Tagesordnung, bevor die Gründung in der Ratssitzung am 30. Juni final beschlossen werden soll.

Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Ute Hermanns freut sich über die Fortschritte: „Die Ideen zur Nutzung des Areals wurden unter Federführung des Wissenscampus e.V aus der Mitte der Stadtgesellschaft heraus entwickelt. Sie sind Zeichen eines offenen transparenten Dialogs und einer erfolgreichen bürgerschaftlichen Partizipation.“

Die Stadtgesellschaft soll über einen Beirat daher langfristig in die Aktivitäten der WICMG eingebunden werden.

Auf dem Gelände soll eine Mischung aus Gründerzentrum und Start-ups, Wissenschaft und Innovation entstehen. Um Kindern und Jugendlichen den Umgang mit den Technologien der Zukunft beizubringen, soll eine Junior Uni und eine Coding School entstehen.

Janann Safi, Fraktionsvorsitzender der SPD, ergänzt: „Um die Ideen umsetzen zu können, müssen wir sicherstellen, dass die eingeplanten Fördermittel aus dem Strukturwandel zeitnah fließen. Die Gründung ist einer der maßgeblichen Bausteine zur nachhaltigen Belebung Rheydts und Stärkung des Wissenschaftsstandorts Mönchengladbach.“



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