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Genug Angebot für alle? Wohnungsbauförderung muss Priorität haben

26.4.2017 :: „Das mangelnde Angebot an bezahlbaren Wohnungen kann nicht am Geld liegen. Allein zwischen 2012 und heute hat der Landtag die Fördermittel auf 1,1 Milliarden Euro aufgestockt. NRW hat die Zuschüsse, die vom Bund kommen, eins zu eins weitergeleitet. Um die Förderung wieder interessanter zu machen, gibt es in NRW mittlerweile sogar Tilgungsnachlässe von bis zu 40 Prozent. Neben dem sozialen Wohnungsbau fördern wir als Land auch die private Eigentumsbildung. Allerdings sind diese Mittel in den letzten Jahren kaum abgerufen worden. Unsere Erkenntnisse auf Landesebene zeigen außerdem, dass eine gemeinsame Kraftanstrengung von Stadt, städtischen Unternehmen und privaten Investoren nur dann gelingen kann, wenn das Thema Wohnungsbau Chefsache im Rathaus ist“, erklärt die wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sarah Philipp bei ihrem Besuch in Mönchengladbach. Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) hatte zu einem Gespräch geladen, um die Chancen und Möglichkeiten einer zukunftsweisenden Wohnungsbaupolitik zu diskutieren.

Reinhold Schiffers, Aufsichtsratsvorsitzender der GWSG und SPD-Ratsmitglied ergänzt: „In Mönchengladbach hat es in den letzten Jahren eine ganze Menge an Aktivitäten gegeben. Allein die Kreisbau hat im letzten Jahr 50 geförderte Wohnungen fertiggestellt. Das neue studentische Wohnen in Rheydt wird Platz für 100 Studierende bieten und darüber hinaus alternative Wohnformen, wie zum Beispiel eine Business-WG, beinhalten. Gerade bei diesem Vorhaben in Rheydt zeigt sind, wie großartig Kreisbau, Stadt und Land zusammengewirkt haben, um Fördermittel nach Mönchengladbach zu holen. Hans-Willi Körfges hat sich hier persönlich stark eingesetzt. Klar ist beim Blick auf die Zahlen aber auch, dass wir allein die Anzahl der Wohnungen, die aus der Bindung auslaufen, mit den bisherigen Neubauanstrengungen nicht kompensieren können. Daher müssen wir unseren kommunalen Wohnungsbau schneller und schlagkräftiger machen. Genau hier setzt der Ratsbeschluss an, mit dem wir den Umbau der beiden städtischen Wohnungsbauunternehmen angestoßen haben. An Stellen wie der Waldhausener Straße erkennen wir, dass kommunale Wohnungsbauunternehmen eine Pionier-Funktion einnehmen müssen, um schwierige Stadtteile wieder attraktiv zu machen.“

„Mönchengladbach zieht Menschen an. Die Zahl der Studierenden steigt. Gleichzeitig gibt es immer mehr Single-Haushalte und ältere Menschen, die möglichst lange selbstbestimmt in ihrer Wohnung leben wollen. Auf diese Entwicklungen müssen wir reagieren. Als Stadt müssen wir aber auch die hohen Sozialkosten im Blick halten. Unsere Forderung ist daher eindeutig: Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum in Mönchengladbach, den sich auch Studierende, Berufsanfänger, Geringverdiener, Menschen ohne eigenes Einkommen oder ältere Menschen mit einer kleinen Rente leisten können. Wir wollen aber keine neuen Hochhaussiedlungen am Rand der Stadt, sondern qualitative Angebote in den Zentren. Daher gehören für uns Wohnungsbau und Stadtraumgestaltung eng zusammen. Wir streben eine Durchmischung von gefördertem, preisgedämpftem und freifinanziertem Wohnungsbau an. Die Entwicklungsgebiete der nächsten Jahre – wie zum Beispiel das Reme-Gelände – bieten dafür die Chance. Dabei wollen wir das städtische Wohnungsbauunternehmen aktiv einbeziehen. Was wir aber vor allem brauchen, ist eine verlässliche Datenlage. Wie viele Wohnungen müssen wir in welchem Segment für welche Zielgruppe schaffen? Wie können wir auch Bestandsimmobilien sanieren und möglichst barrierearm herrichten, ohne die Mieten großartig zu erhöhen? Welche Flächen können wir in der Stadt bereitstellen? Auf diese Fragen brauchen wir schnell Antworten“, sind sich der Landtagsabgeordnete Hans-Willi Körfges und Felix Heinrichs, SPD-Fraktionsvorsitzender einig.



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