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Projekt URBANLife+ entwickelt die generationengerechte Stadt – „Wir dürfen über 20 Prozent der Bevölkerung nicht vergessen!“

1.9.2017 :: Seit 2015 arbeitet die städtische Sozial-Holding gemeinsam mit Partnern wie der Stadt, der NEW, den Städtischen Kliniken, der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach (EWMG), dem Handelsverband und dem Bauunternehmer Kreuder an dem Projekt URBANLife+. Gefördert durch den Bund fließen bis 2020 über sechs Millionen Euro in die Vitusstadt. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen die Universität der Bundeswehr in München, die Universitäten Leipzig und Hohenheim sowie die Hochschule Niederrhein. Die Büros von Drees & Sommer sowie Burri entwickeln die praktische Umsetzung. Die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik Mönchengladbach (kurz SGK) hat sich nun bei der Projektverantwortlichen Susanne Wallrafen über den Fortgang erkundigt.

„URBANLife+ hat es sich zum Ziel gesetzt, die generationengerechte Stadt zu entwickeln. Mit vielen praxisnahen Maßnahmen soll der öffentliche Raum besser auf die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. Wir wollen Teilhabe vor Ort im Quartier sicherstellen und können dank der Fördermittel in Rheindahlen und Hardterbroich wichtige Erkenntnisse sammeln. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, nicht nur auf analoge Lösungen zu setzen. Unter Mensch-Technik-Interaktion (kurz MTI) verstehen wir smarte Lösungen, z. B. Daten zu vernetzen, um so leicht, verständlich und weitestgehend barrierefrei Unterstützung im alltäglichen Leben zu bieten, beispielsweise durch die intelligente Ampel, die eine Grünphase für Fußgänger verlängert, wenn sich ein Mensch mit einer Mobilitätseinschränkung nähert oder durch ein Leitsystem zur nächsten Sitzgelegenheit, das ich mit meinem Smartphone abrufen kann. Die Beweglichkeit im öffentlichen Raum zählt nach der gut angenommenen Befragung zu den Kernpunkten“, erklärt Susanne Wallrafen.

„Die Befragung von älteren Menschen hat ergeben, dass 40 Prozent heute schon regelmäßig online sind und Technik wie Handys oder Computer nutzen. Diese Zahl wird Jahr für Jahr weiter steigen. Hier liegt eine große Chance, um Daten zu vernetzen und so die Digitalisierung lebensnah wirken zu lassen. Das Projekt zeigt aber auch noch die bestehenden Lücken auf. Toiletten im öffentlichen Raum oder ausreichende Sitzgelegenheiten fehlen häufig. Genauso ist es mit bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum im jeweiligen Quartier. Wenn wir wollen, dass ältere Menschen möglichst lange selbständig zuhause leben können, müssen wir auch die Voraussetzungen in den Ortsteilen schaffen. Hier arbeiten wir gemeinsam mit den städtischen Wohnungsbauunternehmen an neuen und bezahlbaren Wohnungen“, so der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ralf Horst.

Felix Heinrichs, SPD-Fraktionsvorsitzender, unterstreicht die Bedeutung des Projektes: „Der Blick in die Statistik zeigt eindeutig: Wir werden mehr und wir werden älter. Heute gehören schon über 20 Prozent der Mönchengladbacher Bevölkerung zu den über 65-Jährigen. 2040 werden es sogar über 28 Prozent sein. Wir dürfen über 20 Prozent der Bevölkerung nicht vergessen! Wir müssen Lösungen entwickeln, wie Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Diese Lösungen dienen sicher auch der Gesamtbevölkerung unserer Stadt. Es geht im Kern um eine größtmögliche Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Menschen. Überhaupt spielt der Gesundheitssektor in Mönchengladbach eine große Rolle. Rund 17 Prozent der Beschäftigten in der Stadt arbeiten in diesem Bereich. Daher ist es gut und richtig, dass die Stadt mit ihren Unternehmen hier auf innovative Lösung setzt und Mönchengladbach zur Modellstadt macht.“



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