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SPD fordert mehr Gesamtschulplätze: „Wir brauchen eine Bildungsstrategie für Mönchengladbach“

19.2.2020 :: Rund 250 Kinder können nicht an eine Gesamtschule wechseln. Das ist die nüchterne Zahl nach Abschluss des Anmeldeverfahrens für das nächste Schuljahr. Für die SPD-Fraktion ist das ein unhaltbarer Zustand. „Die Ablehnung an der Gesamtschule ist ein Schlag für jedes abgewiesene Kind. Wir arbeiten seit Jahrzehnten an mehr Gesamtschulplätzen und sind mittlerweile bei 730 angekommen. Trotzdem reißt der Run auf die Gesamtschulen nicht ab. Eltern und Kinder wollen diese Schulform“, sagt Felix Heinrichs, Fraktionschef der SPD im Rat der Stadt Mönchengladbach.

Heinrichs, der im September für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert, fordert: „Wir müssen wegkommen von einer technischen Schulstrukturdebatte, in der sich jede Partei in einen ideologischen Graben zurückzieht. Die Eltern fühlen sich nicht ernst genommen. Für uns alle müssen das Wohl und die Zukunftschancen der Kinder im Vordergrund stehen. Das erreichen wir nicht mit einzelnen Schnellschüssen, sondern nur mit einer langfristigen Bildungsstrategie für Mönchengladbach. Genau daran arbeitet die SPD und wir laden alle anderen Parteien ein, daran offen mitzuwirken.“

„Die Gesamtschule bietet dabei viele Chancen, unabhängig vom Hintergrund der Eltern oder der Stärke eines Kindes zum Ende des vierten Schuljahres“, weiß die SPD-Schulexpertin Monika Schuster. Gemeinsam mit der Fraktion hat sie schon 2018 Ideen vorgelegt, wie mehr Kinder einen Gesamtschulplatz finden können. Bis heute plant die Verwaltung noch an einer Umsetzung. „Wir brauchen mehr Tempo für unsere Schulen. Das sind wir unseren Kindern schuldig“, mahnt Schuster eindringlich.

Der jüngste Bildungs- und Jugendhilfebericht zeigt nach Meinung der SPD den Handlungsdruck konkret auf: „Ich will, dass wir in Mönchengladbach die rote Laterne in Bildungsfragen abgeben. Schulischer Erfolg darf doch im 21. Jahrhundert bei uns nicht mehr vom Einkommen der Eltern abhängen! Keiner, der die Zahlen liest, wie viele Kinder im Laufe ihrer Schullaufbahn sitzen bleiben, abgeschult werden oder die Schule ganz ohne Abschluss verlassen, kann doch einfach die Augen verschließen. Wir brauchen Veränderungen“, ist sich Heinrichs sicher.

„Eines ist doch klar“, so Heinrichs und Schuster: „Bildung ist der Schlüssel für ein selbständiges Leben. Die Herausforderungen unserer Arbeitswelt, die mit der Digitalisierung und dem Strukturwandel weiter wachsen, können junge Menschen doch nur annehmen, wenn sie die beste Bildung erlebt haben. Ganztag, differenzierter Unterricht, ein breites Angebot an Fächern und Arbeitsgemeinschaften und nicht zuletzt auch die Überwindung von sozialen Schichten sind der Weg zu einer breiten Bildungsgesellschaft.“



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