Am 13.09.2020 fanden in den Städten und Kreisen des Landes Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahlen statt.

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    SPD MG begrüßt Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße

    28.6.2021 :: Die SPD Mönchengladbach begrüßt den Vorstoß des Oberbürgermeisters und den Anwohnern der Lettow-Vorbeck-Straße in der kommenden Ratssitzung eine Umbenennung der Straße in „Am Rosengarten“ vorzunehmen. So hieß die Straße vor der Umbenennung im Jahr 1935.
    „Vor dem Hintergrund der seit Jahren andauernden Debatte und der offiziellen Anerkennung als Völkermord an den Herero und Nama ist das ein richtiger Schritt. Dadurch wird endlich mit der Ehrung einer Person Schluss gemacht, die eng mit den antidemokratischen und rassistischen Verbrechen der deutschen Kolonialgeschichte verbunden sind.“, so SPD-Vorsitzende Gülistan Yüksel.
    Die offizielle Anerkennung als Völkermord hat die Diskussion um die Lettow-Vorbeck-Straße und den Umgang mit der kolonialen Vergangenheit in Mönchengladbach erneut entfacht. General Paul Emil von Lettow-Vorbeck war maßgeblich an diesem Genozid beteiligt. Die SPD Mönchengladbach fordert bereits seit geraumer Zeit eine Umbenennung. Mönchengladbach gehört zu den wenigen Städten, die die Lettow-Vorbeck-Straße noch nicht umbenannt hat
    Der Kulturausschuss hat im Dezember die Einrichtung einer Historiker:innen-Kommission zur Überprüfung der städtischen Straßen- und Platzbenennungen auf den Weg gebracht. Dabei sollen alle Straßennamen wissenschaftlich betrachtet werden und belastete Straßennamen identifiziert werden. „Dieser Prozess ist wichtig und soll weitergehen, im Fall der Lettow-Vorbeck-Straße ist die Sache aber spätestens mit der Anerkennung als Völkermord eindeutig. Dabei geht es nicht um die reine Umbenennung, sondern grundsätzlich um die Frage, an wen wir in unserer Stadt in welcher Form erinnern wollen. Ein Völkermörder verdient kein Andenken in unserer Stadt. Die Opfer des Kolonialismus tun es. Problematisch sind für uns Straßen, deren Namensgeber maßgeblich mit Kolonialismus, Nationalsozialismus oder Antisemitismus in Verbindung gebracht werden. Wir wollen einen Beitrag zu Aufarbeitung dieser Geschichte leisten.“, erklärt Josephine Gauselmann, Vorsitzende des Kulturausschusses und stellvertretende Vorsitzende der SPD MG.
    Die SPD Mönchengladbach unterstützt demnach eine aktive Erinnerungskultur in der Stadt, die auch den Opfern der Gräueltaten Rechnung tragen soll. Hierbei sollen Elemente einer Erinnerungskultur, wie QR-Codes oder Hinweistafeln zum Einsatz kommen. Von der Historiker:innen-Kommission erhofft sich die SPD Mönchengladbach eine wissenschaftliche Einschätzung für eine sachliche Diskussion und Umsetzungsmöglichkeiten für aktive Erinnerungskultur im lokalen Raum.



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